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Standard Nr. ……./
19. 02. 2005 / DCONTINENTAL BULLDOG

Dieser Standard-Entwurf ist Vorlage und Richtlinie für die Beurteilung der Hunde aus dem
ursprünglichen Projekt. „Gesundheitliche Verbesserung der Rasse English Bulldog“.
Er dient als Zielsetzung für die weitere züchterische Arbeit und bildet nun die Ausgangslage
zur Anerkennung einer neuen Rasse „Continental Bulldog“ durch den Zentralvorstand der SKG
und erfährt somit laufend Weiterentwicklung und Verbesserungen. Dies bis zur Genehmigung
durch die FCI.
URSPRUNGSLAND:
SchweizDATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES:
VERWENDUNG:
Begleithund, FamilienhundKLASSIFIKATION FCI:
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molossoide - SchweizerKURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:
Die Europa-Konvention über Zucht und Haltung von Heimtieren, sowie das neue, inAusarbeitung begriffene schweizerische Tierschutzgesetz (in der Vorlage Art. 9.2.) verbieten„das Erzeugen und Halten von Tieren mit bestimmten Merkmalen, insbesondere Abnormitätenim Körperbau und Verhalten...“ Damit sind einige Hunderassen gefährdet. Die Sorge, dass auf Grund dieser gesetzlichen Bestimmungen eine uralte Form des Haushundes verschwinden wird, bewog den Zentralvorstand der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) im Jahre 2000 einem Zuchtprogramm zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation des English Bulldogs zuzustimmen und der Bulldog-Züchterin Imelda Angehrn die Bewilligung zur Kreuzung von English Bulldogs mit Olde English Bulldogsund Victorian Bulldogs zu erteilen.
Ziel dieser Versuche war, einen mittelgrossen Bulldog zu schaffen, der alle vom Tierschutzgeforderten Voraussetzungen an einen gesunden Hund erfüllt. Die Kreuzungen zeigten jedoch bald, dass eine wesentliche Verbesserung der gesundheitlichen Situation des English Bulldogs schlussendlich auf die Schaffung einer neuen Rasse hinaus lief, einer Rasse, die dem ursprünglichen Typ des Bulldogs nahe kommt.
Zwecks klarer Abgrenzung zum English Bulldog wurde für die neue Rasse der Name„Continental Bulldog“ gewählt. Die Entscheide und Massnahmen zur Bildung der neuen Rasse wurden in Absprache mit der FCI (Vertreter der Standard- und der wissenschaftlichen Kommissionen) getroffen. Sobald die von der FCI geforderten Bedingungen erfüllt sind, soll der FCI das Gesuch um Anerkennung der neuen Rasse gestellt werden.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Rüden und Hündinnen sollen deutliches Geschlechtsgepräge haben.
Diese Masse und Proportionen sind als Richtlinien zu
verstehen, massgebend ist immer der Gesamteindruck eines Hundes, der Bulldog-Typ
muss gewahrt werden.
VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN):
KOPF:
OBERKOPF:
GESICHTSSCHÄDEL:
Fang: Breit, von vorne gesehen annähernd quadratisch. Der
Nasenrücken ist gerade, weder
aufgebogen noch abfallend. Verhältnis zur gesamten Kopflänge 1:3 (Toleranz 1:4).
Nicht zu
dicke Hautfalten beidseits des Nasenrückens. Die vom inneren Augenwinkel zum
Lefzenwinkelverlaufende Hautfalte darf nicht stark ausgeprägt sein. Unterkiefer
inkl. Kinn breit und kantig.
Lefzen: Lefzen sollen dick sein, am Rand gut und möglichst geschlossen pigmentiert. Sie sollen den Unterkiefer seitlich vollständig überlappen.
Kiefer/Zähne: Vorbiss 1-5 mm, Toleranz bis zu 10 mm, Zahnleisten im Ober- und im
Unterkiefer gerade und parallel. Zähne kräftig und gut im Kiefer verankert. 6 regelmässig
gestellte, gut entwickelte Schneidezähne zwischen den breit auseinander platzierten Eckzähnen. Fehlen der PM1 erlaubt, M3 werden nicht beachtet.Backen: Bei leichter Wölbung, straff und gut gerundet
Augen: Rund, nach vorne gerichtet, weit auseinander liegend. Weder eingesunken noch hervorstehend. In einer geraden Linie auf der Höhe des Stops im rechten Winkel zur Stirnfurche platziert. Beim geradeaus schauenden Hund soll kein Weiss (Sclera) sichtbar sein. Iris dunkelbraun. Gut anliegende, möglichst vollpigmentierte Augenlider.
Ohren: Hoch angesetzt, klein und dünn; der Ohrenansatz bildet mit der oberen Schädellinie eine Gerade. Entweder Rosen- oder Knopfohr.
Alle anderen Ohrenformen sind als Fehler zu betrachten.
HALS:
KOERPER:
RUTE:
GLIEDMASSEN
HINTERHAND
Hinterläufe: starkknochig und gut bemuskelt
Knie: Gut gewinkelt, nicht nach aussen gedreht, von hinten gesehen paralell.
Sprunggelenk: Gut gewinkelt, weder nach innen noch nach aussen gedreht
Hinterpfoten: Kräftig, gut gewölbt, mit kurzen Nägeln.
ZEHENNÄGEL
Sind dunkel erwünscht
GANGWERK:
HAUT:
HAARKLEID:
GROESSE:
FEHLER:
Leichte Fehler:
Zu wenig Bodenabstand
Kopfumfang übersteigt die Widerristhöhe um 10 – 20%
Schwach entwickelte Zähne
Vorbiss 10 – 25 mm
Blaue oder Birkaugen
Ungleich getragene Ohren
Kurze und / oder deformierte Rute
Wenig dichte Behaarung
Schwere Fehler:
Aggressivität, Scheuheit
Atemgeräusche beim ruhigen Stehen
Kopfumfang in cm übertrifft die Widerristhöhe um mehr als 20 %
Entropium/Ektropium
Über die Stirnhöcker lappende Hautfalten
zu grosse Nasenfalte
Fehlende Schneidezähne
Fehlende Eckzähne
Fehlen von P3/P4.
Fehlen von M1/M2
Sichtbare Schneide- oder Fangzähne oder Zunge bei geschlossenem Fang
Stehohren
Vorbiss von mehr als 25 mm
Keine Rute, Korkenzieherrute oder andere schwere Verkrüppelung der Rute
Grösse: Rüden: > 50 cm oder < 38 cm
Hündinnen: > 48 cm oder < 36 cm
N.B.
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden
aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
Hunde die deutliche physische Abnormitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen,
müssen disqualifiziert werden.
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